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Einige unserer ehemaligen Lehrer ...
 


Max Baur


Max Baur war an unserer Schule Lehrer für Deutsch, Geschichte und Englisch. Wir hatten ihn als Klaßleiter in der 1. Klasse. Er wurde am 9. Februar 1897 in Neuburg/Donau geboren und mußte von der Schulbank weg in den 1. Weltkrieg ziehen. Anschließend studierte er an der Universität München Germanistik und fand seine erste Anstellung in Weiden und in Plauen/Vogtland. 1933 kam er wegen seines offenen Eintretens für Gerechtigkeit und Frieden vor Gericht und erhielt Berufsverbot bis 1945, obwohl er 1940-41 nochmals eingezogen wurde. Erst nach Kriegsende durfte er ins Berufsleben zurückkehren und kam an das Neue Realgymnasium in München und am 1. September 1949 an die Gisela-ORS. Er war ein ruhiger, gütiger Lehrer, den wir alle mochten. Er trat am 1. März 1962 in den Ruhestand.
 
Auf dem Foto ist Max Baur (rechts) abgebildet zusammen mit dem Religionslehrer Anton Haas. Die Aufnahme entstand 1958/1959 anläßlich eines Klassenausflugs der Klasse 1 b in den Tierpark Hellabrunn.
 

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Alfred Modschiedler

Alfred Modschiedler unterrichtete an der Schule die Fächer Mathematik und Chemie. Er war am 22. Dezember 1921 geboren und wurde als Kriegsteilnehmer in Rußland schwer verwundet. An seinem 20. Geburtstag mußte ihm der rechte Oberschenkel amputiert werden und war fortan auf eine Prothese angewiesen. Im Unterricht trug er häufig einen weißen Mantel, an dessen rechte Tasche er seinen Gehstock bei Bedarf einhängte.
 
In den 70er Jahren wechselte er an das Gymnasium Fürstenried-West, mußte allerdings vorzeitig in Ruhestand treten. Er lebt noch in Fürstenried, leidet an der Alzheimer-Krankheit und an Demenz und ist an den Rollstuhl gefesselt. Er nimmt von seiner Umwelt nichts mehr wahr und wird von seiner Ehefrau und Tochter fürsorglich gepflegt.
 
Er ist auf dem Klassenfoto der Klasse 1 b abgebildet.

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Georg Knauss


Georg Knauss, unser Klaßleiter in der Klasse 2 b, war Lehrer für Englisch und Französisch. Er ist Jahrgang 1930 und kam bereits als Referendar an die Gisela-ORS. Zum 1. Dezember 1960 wechselte er in das Kultusministerium. Dort verblieb er bis zum Ende seines Berufslebens und trat am 30. Juni 1995 als Ministerialdirigent in den Ruhestand. Er lebt in München und erfreut sich noch guter Gesundheit.
 
Das Foto wurde aufgenommen bei einer Wanderung anläßlich eines Aufenthalts im Landschulheim Gelbenholzen. Rechts neben dem Lehrer steht Klassenkamerad Peter Doss.
 
Lehrer Knauss ist auch auf dem Klassenfoto der Klasse 2 b abgebildet.

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Dr. Ernst Schweigert

Dr. Ernst Schweigert war unser Klaßleiter in der Klasse 3 b. Er war am 4. Februar 1922 geboren, Kriegsteilnehmer und unterrichtete an der Schule das Fach »Deutsch«. Nach seiner Versetzung an das Gymnasium Fürstenried-West war er dort bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung tätig. Er ist am 2. Mai 2004 im Alter von 82 Jahren verstorben. Seine Witwe lebt noch in München.

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Irmgard Prinz


Irmgard Prinz war unsere Klaßleiterin in der Klasse 5 b und unterrichtete Englisch und Französisch. Sie war geboren am 1. Juni 1916 in Znaim/Mähren. Ihre Geburtsstadt fiel 1918 an die Tschechoslowakei, doch schickten die Eltern ihre Tochter auf das deutsche Reformgymnasium. In Prag und München studierte Irmgard Prinz Neue Sprachen. Mit der Eingliederung des Sudetenlandes 1938 wurde sie deutsche Staatsangehörige und begann ihre Lehrtätigkeit an der Rupprecht- und Luitpold-ORS in München. 1943 verunglückte ihr Vater tödlich; sie kehrte nach Znaim zurück, das nun zum »Reichsgau Niederdonau« gehörte, und unterrichtete dort an verschiedenen Schulen. Das Heranrücken der Roten Armee im April 1945 zwang auch die damals 29jährige mit ihrer Mutter zur Flucht. Nach Monaten bitterer Not erhielt sie von der US-Militärregierung in Passau die Genehmigung zur Wiederverwendung im Lehrberuf. Ab 6. Juni 1946 unterrichtete sie in München und Rosenheim. Seit 1. September 1953 gehörte sie zur Gisela-ORS. Sie ist am 19. Juli 1963 im Alter von 47 Jahren unerwartet verstorben.
 
Im Nachruf im Jahresbericht der Schule ist folgendes ausgeführt: »Sprühendes Temperament voll Charme und Humor, verbunden mit Eleganz und gesellschaftlicher Gewandtheit sowie Pflichtbewußtsein und Liebe zum Beruf kennzeichneten die Persönlichkeit von Irmgard Prinz. Stets arbeitete sie weit über ihr Pflichtmaß hinaus; 1949 wurde sie im Bayerischen, 1950 im Deutschen Philologenverband, 1956 im Allgemeinen Deutschen Neuphilologenverband an führende Stelle berufen, nahm an Tagungen teil, ging als Austauschlehrer nach England und Frankreich und arbeitete 1960 an der Deutsch-Französischen Lehrbuchkommission in Reims mit. Die letzten Jahre ihres Wirkens waren von einem Leiden überschattet, das an ihre Willenskraft fast übermenschliche Anforderungen stellte. Erst eine Woche vor Ende des Schuljahres meldete sie sich krank; niemand ahnte, daß es ein Abschied für immer war. Wenige Tage später beendete der Tod nach einer schweren Operation das Leben, das der rastlosen Arbeit im Dienste der Jugendbildung gewidmet war.«
 
Auch wenn man heute in der Lage ist, in der Rückschau vieles unter einem anderen Blickwinkel zu sehen, diese Lehrerin ist mir - und sicherlich auch vielen anderen Mitschülern - keineswegs in positiver und angenehmer Erinnerung geblieben. Ihre besondere Art hatte gewiß nichts mit ihrer vorhandenen Erkrankung, von der eigentlich keiner der Schüler etwas bemerkt hatte, zu tun. Obwohl sie sich im Alter unserer Mütter befand, fand sie nie einen persönlichen Zugang zu uns. Meines Wissens war sie nicht verheiratet und lebte zusammen mit ihrer Mutter.
 
Irmgard Prinz ist auch auf dem Klassenfoto der Klasse 5 b abgebildet.

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Otto Vogl

Otto Vogl, unser Klaßleiter in der Klasse 6 b, unterrichtete an der Schule Chemie, Biologie und Erdkunde. Er ist Jahrgang 1927, war Kriegsteilnehmer bei einer Flak-Abteilung in Würzburg und verbrachte einige Zeit in amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Nach Kriegsende nahm er sein Studium auf und ging anschließend in den Schuldienst. Er verbrachte 10 Jahre an der Gisela-ORS und wechselte dann an das Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing. Im Jahre 1990 trat er im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand. Er lebt heute in Gauting in gesundheitlich guter Verfassung. Seine Leidenschaften sind Wandern, Musik und sein Garten. Er gab selbst an, ein "Eigenbrötler" zu sein. So konnte er auch nicht dazu bewegt werden, an unserem Ehemaligen-Treffen teilzunehmen.
 
Otto Vogl ist auf dem Klassenfoto der Klasse 6 b abgebildet.

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Innozenz Stangl


Innozenz Stangl war Sportlehrer an der Schule. Er wurde am 11. März 1911 als elftes Kind einer armen Gütler-Familie in Jesenwang bei Fürstenfeldbruck geboren. Seine Karriere als Turner begann er beim TSV Jesenwang. Beim Jugendturnfest am 6. Juli 1924 siegte Innozenz Stangl zum ersten Mal. Im Frühjahr 1931 nahm er eine Stelle im Brucker Postamt an und wechselte zum Jahresende zur Münchner Post. In der Folgezeit dienten die Arbeitsstellen ausschließlich dazu, das junge Turnertalent zu versorgen. So stand er auch in Diensten der Polizei. Vor den Olympischen Spielen 1936 wechselte er vom Postsportverein zum TSV 1860 München. Von 1936 bis 1952 zählte Stangl zu den besten Kunstturnern, seine Übungen am Pferd, am Barren und Reck gehörten zur Weltklasse. Stangl flog hoch über das Reck hinaus und schien in der Luft zu schweben. Er erfand den hochgeschnellten Salto aus der Riesenfelge, ihm zu Ehren »Stangl-Salto« genannt. Bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin gewann er im Mehrkampf-Mannschaftsturnen die Gold-Medaille für Deutschland vor Schweiz und Finnland. Für eine Medaille in den Einzelwettkämpfen reichte es dennoch nicht.
 
Im Sommer 1938 nahm Stangl das Angebot des Danziger Senats an, als Sportlehrer an die dortige Horst-Wessel-Schule zu gehen. Er kehrte jedoch schon vier Monate später zurück, nachdem der TSV 1860 und das Kultusministerium ihm eine Stelle am Klenze-Gymnasium in München besorgt hatten.
 
Während des Krieges diente Stangl als Funker in einer Nachrichtenabteilung. Im Mai 1945 geriet er erst in amerikanische, dann in russische Kriegsgefangenschaft und flüchtete zu Fuß aus der Tschechoslowakei nach Hause. Nach dem Krieg mußte sich der Olympiasieger - er war aus dem Schuldienst entlassen worden - als Hilfsarbeiter und Vertreter für Textilien verdingen oder tingelte als Schauturner durchs Land.
 
Im Jahre 1947 wurde er Deutscher Mehrkampfmeister im Geräteturnen (Fünfkampf) als Mitglied des TSV 1860 München.
 
Das Kultusministerium stellte Stangl 1949 wieder als Sportlehrer ein. Er unterrichtete in Weilheim, Bruck und an der Gisela-ORS. 1969 wurde er vorzeitig pensioniert, als Ärzte festgestellt hatten, daß ein Halswirbel des einstigen Spitzensportlers angebrochen war. Am 23. März 1991 starb Innozenz Stangl im Altenheim von Jesenwang an Krebs. In diesem Ort ist nach ihm der Innozenz-Stangl-Weg benannt.
 
Das Foto zeigt ihn bei der Siegerehrung der Klassenmeisterschaft im Handball der Gisela-ORS im Jahre 1958.

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Gottfried Simmerding


Gottfried Simmerding war an der Schule Lehrer für Katholische Religionslehre. Er wurde am 3. Februar 1905 in Landau/Isar geboren. Von ihm wurde 1947 der Pfadfinderstamm "Pater Rupert Mayer" in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) gegründet, der heute noch besteht. In dem Stamm, der hauptsächlich aus Schülern der Gisela-ORS bestand, war er von Anfang an bis 1987 als Kurat tätig. Auch ich war Stammesmitglied von Januar 1963 bis Ende 1968.
 
Bei der 100-Jahr-Feier des Gisela-Gymnasiums im Jahre 2004 war Gottfried Simmerding noch anwesend, allerdings merkte man ihm sein hohes Alter bereits an. Er starb am 29. März 2006 in München im Alter von 101 Jahren.

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